Menschen bei Regis24: Aurica Voß, Operational Excellence

20. August 2018

Die gebürtige Berlinerin kennt sich sehr gut aus in der Stadt. Wo sie ihre Jugend verbrachte, welche Orte für sie heute besonders sind, was Regis24 mit einer Zwiebel zu tun hat und was Exzellenz für sie bedeutet, lesen Sie hier.

Menschen bei Regis24 Aurica Voss Operational Excellence

Wo kommst du her?

Ost-Berlin. Geboren in Lichtenberg, Kindergarten und Einschulung in Treptow, Teenie-Dasein und Abitur in Hellersdorf.

Was sind deine Lieblingsorte in Berlin?

Essen und Trinken: Die Bars „Major“ und „Big Sur“ in Neukölln; der „Street Food Thursday“ in der „Markthalle Neun“, die Tapas-Bar „Sol Y Sombre“ und der Italiener „Gorgonzola Club“, alle in Kreuzberg. Ach ja, und die „Monkey Bar“ am Tiergarten. Tolle Aussicht von da oben und extrem leckere Drinks!

Draußen: Die Radwege entlang der Spree, die Müggelberge, den Schlachtensee, die Halbinsel Stralau, den Botanischen Garten, die Spree und ihre Kanäle am Ufer oder im Kajak, das Tempelhofer Feld zum Skaten und den Teufelsberg finde ich ganz entzückend.

Drinnen: Die Off-Kinos „Eiszeit“ und „Moviemento“ (ältestes Kino Deutschlands!), mein Zuhause und das „Syntropy-Tattoostudio“. Außerdem noch das „Berghain“ - es ist zwar kein häufig frequentierter Ort von mir, aber die Architektur beeindruckt mich ziemlich.

Wie hat sich Berlin in den letzten Jahren für dich verändert?

Es sind mehr verrückte Radfahrer auf den Straßen unterwegs und überhaupt ist der Metropolen-Wahnsinn präsenter und alltäglicher denn je. Berlin ist ständig im Wandel und das gefällt mir. Es entstehen immer wieder neue Nischen und Räume für kreative Spontaneität und Energie. Klar bringt das auch mit sich, dass ans Herz gewachsene Dinge verschwinden, aber weil auch ständig neue interessante Sachen entstehen, fällt es mir nicht so schwer, loszulassen. Kritisch finde ich den stetigen Anstieg der Mieten und die Anzahl an Eigentumswohnungen. Wenn ich irgendwann mal aus meiner Wohnung ausziehen müsste, könnte ich mir nicht mehr aussuchen, wo und wie ich in Berlin wohnen möchte.

Du bist nun seit etwa zwölf Jahren bei Regis24. Was hast du vor deiner Zeit bei uns gemacht?

Es gab eine Zeit vor Regis?! :-) Beruflich nichts Nennenswertes. Während meines Studiums an der Humboldt-Uni habe ich bei McDonald's gejobbt. Nachdem ich dann 2004 von einer mehrmonatigen Reise durch Südafrika, Australien und Neuseeland wiederkam, stand fest, dass sowohl das Studium als auch der Job bei McDonald's ein Ende finden müssen. Ich danke noch heute dem Umstand, dass genau zu dieser Zeit der Freund eines Freundes mir den Tipp gab, dass das damals blutjunge Regis24 gerade Leute suchte.

Wie verbringst du deine Zeit außerhalb von Regis24?

Ich verstehe die Frage nicht. :-) Also am liebsten in guter Gesellschaft mit leckerem Essen und viel Rotwein. Ich schmiede für mein Leben gern Reisepläne, die ich dann noch lieber in die Tat umsetze. Das Fotografieren nimmt auch einen wesentlichen Teil meines Lebens ein. Einen kleinen Eindruck davon bekommt man hier. Ich versuche eine gute Balance herzustellen zwischen Dingen, die ich gewohnheitsmäßig und super gern mache und zwischen neuen Dingen, die ich spannend finde und ausprobieren möchte. Die dürfen dann auch was mit Wasser zu tun haben. So hab ich letztes Jahr Surfen gelernt und möchte in naher Zukunft unbedingt mit dem Segeln anfangen. Außerdem habe ich dieses Jahr das Konzept von Exit/Escape Games für mich entdeckt. Ein Riesenspaß!

Wie hat Regis24 sich entwickelt, seit du bei uns bist?

Da ich seit mehr als einer Dekade an Bord bin, kann ich sagen: Regis hat sich wirklich enorm und auf vielen Ebenen weiterentwickelt! Im Grunde ist Regis wie eine riesige Gemüsezwiebel, die wir im Laufe der Jahre gemeinsam geschält haben, und mit jeder Schicht kamen neue Erkenntnisse und Errungenschaften zum Vorschein. Das Beste an dieser Entwicklung besteht für mich darin, dass die notwendige Professionalisierung nicht zu einem starren und verkleisterten Unternehmen geführt hat, sondern im Gegenteil: Regis24 hat sich zu einer lernenden, beweglichen und werteorientierten Organisation mit einer Vision und einer starken kulturellen Komponente entwickelt, in der Kreativität, Mitgestaltung und lebendiger Austausch im Alltag verankert sind. Ich bin zuversichtlich, dass wir mit dieser besonderen Regis-DNA auch zukünftige Herausforderungen gut meistern werden.

Was bedeutet für dich Exzellenz?

Da bin ich einigermaßen idealistisch: Exzellenz ist für mich in erster Linie der Anspruch an die Qualität von dem, was ich tue. Ich kann meine Aufgaben natürlich halbherzig angehen und Resultate abliefern, die die Anforderung gerade so erfüllen. In meiner Welt kommen exzellente Resultate aber nur zustande, wenn ich einer Aufgabe meine volle Aufmerksamkeit und mein ganzes Können und Wollen widme. Mit anderen Worten: wenn schon, denn schon. Wenn ich eine Aufgabe als meine annehme, dann auch richtig und mit allem Drum und Dran, auch, oder gerade dann, wenn das bedeutet, dass ich mich dafür strecken muss. Exzellent finde ich auch diese Worte, die ich irgendwo mal gelesen habe: „Wenn wir uns ein Ziel setzen, dann geht es gar nicht um das Ziel an sich. Es geht vielmehr darum, dass wir der Mensch werden, der dieses Ziel erreichen kann.“

 

Dieses Interview erschien ursprünglich im Dezember 2017 in der 6. Ausgabe des Wallstraßenjournals.