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Menschen bei Regis24: Johanna Fischer, Agile Team Coach

von Daniel Reichelt | 10. Juli 2019

Im März ist Johanna zu uns gestoßen und unterstützt seitdem sowohl unsere Entwickler-Teams als auch die Organisation insgesamt als Agile Coach. Im Interview gibt sie uns Einblicke in ihre Vergangenheit als Übersetzerin und Gamerin, gesteht ihre Vorliebe für Skandinavien und David Bowie und verrät uns ihr Geheimnis guter Teamarbeit.

Johanna Fischer, Agile Coach bei Regis24

Wo kommst du her?

Aus einem kleinen Dorf in Ostwestfalen-Lippe. Dort ist es immer friedlich und ich komme gern zu Besuch, aber ich habe schon früh gemerkt, dass ich eigentlich auf der Suche nach etwas anderem bin.

Was hat dich nach Berlin verschlagen?

Ganz klassisch: mein erster Job nach dem Studium. Ich habe Sprachen (Englisch und Spanisch) und Kommunikationswissenschaften in Köln studiert und danach in der Berliner Startup-Szene als Übersetzerin angefangen. Ich war immer begeisterte Gamerin und habe mich daher zunächst in der Spielebranche festgebissen.

Das heißt, du hast Spiele lokalisiert? Klingt spannend!

Ich habe mit Lokalisierung begonnen, bin dann recht schnell in die Produktion gewechselt und habe die Story mitentworfen. Insgesamt habe ich über vier Jahre an drei aufeinanderfolgenden Hidden-Object-Spielen mitgearbeitet, von denen auch zwei ausgezeichnet worden sind. Einer der Titel namens „June‘s Journey“ ist inzwischen seit zwei Jahren auf dem schnelllebigen Markt und immer noch erfolgreich. Das ist schon ein schönes Gefühl. Ich verdanke der Spielebranche wirklich viel und habe eine Menge dort gelernt – unter anderem, in schnell wechselnden Projekten mit den unterschiedlichsten Menschen zusammenzuarbeiten.

Wie verbringst du deine Zeit außerhalb von Regis24?

Mit Essen. Nein, das ist kein Scherz! Ich esse gerade im Sommer fast immer auswärts oder treffe mich auf einen Kaffee mit Freunden. Außerdem reise ich gerne. Mein Freund ist Norweger, daher sind wir häufig in Skandinavien. Und ich war in diesem Jahr auf vielen Konzerten. Rammstein im Olympiastadion waren bislang das ungeschlagene Highlight.

Du bist erst seit ein paar Monaten bei uns. Wie gefällt es dir bei Regis24?

Es ist eine spannende Zeit, da gerade viele Veränderungen eintreten, die überlegt und reflektiert beschlossen wurden. Für mich ist Balance ein Schlüssel – zu viel Neues ist nie zielführend, aber Stillstand ist genauso gefährlich. Mein Eindruck ist, dass wir mit der kommenden Strategie einen logischen und auch im Zeitkontext sinnvollen Weg einschlagen. Zudem sind die Kompetenz, Freundlichkeit und Disziplin der Teams für mich ein absoluter Glücksfaktor, danke euch dafür!

Worin besteht für dich das Geheimnis guter Zusammenarbeit im Team?

Ohne Anerkennung der Fähigkeiten des Gegenübers kann eine Zusammenarbeit meiner Meinung nach keine Früchte tragen. Wertschätzung ist für mich die Kunst, die individuellen Eigenarten des Gegenübers gerade dann zu respektieren, wenn Meinungsverschiedenheiten bestehen, aber gleichzeitig eben auch den eigenen Standpunkt ohne persönliche Angriffe oder Abwertung transportieren zu können. Diese Haltung ist mir bei meiner Arbeit auch wirklich wichtig, und ich versuche, sie bestmöglich einzubringen.

Wenn du eine Band hättest, wie wäre sie besetzt und welche Musik würdet ihr machen?

Ich bin bei Musik ziemlich genreunspezifisch, aber am ehesten wäre ich wohl im Industrial-Bereich unterwegs. Als Besetzung würde ich mir Trent Reznor von Nine Inch Nails, die Jungs von Rammstein und am liebsten noch David Bowie ins Boot holen, den ich sehr vermisse.

Wenn du 100.000 Euro bekommen würdest, um eine Firma zu gründen, welche Geschäftsidee würdest du umsetzen?

Ich glaube, ich würde eine Plattform für Fanvideos zu Songs schaffen. Vor etwa zehn Jahren war auf YouTube immer so viel Kreativität in selbst geschnittenen Konzepten drin, viel mehr als in vielen originalen Künstlervideos. Mit der ganzen Urheberrechtsproblematik ist das leider stark eingeschrumpft, was für mich ein riesiger Fehler und Kreativitätsverlust ist. Und viele heutige Videos sind aus Marketing- oder Kostengründen weniger artistisch, als sie meiner Meinung nach sein könnten.

Welches Spielzeug hast du dir immer zu Weihnachten gewünscht und nie bekommen?

Einen Gameboy! Den Wunsch erfülle ich mir vielleicht eines Tages noch. Einen Nintendo durfte ich auch nie haben, besitze ihn nun aber seit dem vergangenen Jahr.

In dir steckt also immer noch die Gamerin von damals?

Absolut!

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